22.10.2009
Startschuss für das "Forum Technikjournalismus"
Frankfurt/Bensheim, 22. Oktober 2009. Im November fiel der Startschuss für das neue Forum Technikjournalismus. Initiatoren sind die IFOK GmbH und die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.). Gemeinsam mit den Fachhochschulen Bonn-Rhein-Sieg und Würzburg-Schweinfurt, die einen eigenständigen Studiengang Technikjournalismus anbieten, wollen IFOK und F.A.Z. der (noch) jungen Disziplin des Technikjournalismus den Weg ebnen und zugleich die breite Öffentlichkeit stärker für Technikthemen begeistern. Das Forum Technikjournalismus soll unter anderem aufzeigen, wie technische Innovationen spannend und verständlich kommuniziert werden können.
Technik ist ein fester Bestandteil unseres Alltags und Wirtschaftstreiber Nummer eins in Deutschland. Die Kommunikation über technische Entwicklungen hinkt der Realität jedoch hinterher: "Technikjournalismus als Disziplin ist noch nicht positioniert. Im Gegensatz zum Wissenschaftsjournalismus beschäftigt sich der Technikjournalismus nicht nur mit Forschung, sondern mit bereits existierenden technischen Errungenschaften, die einen konkreten Bezug zum Alltag und damit zu den Menschen haben. Technikjournalismus ist nutzer- und nutzenorientiert und berücksichtigt auch wirtschaftliche Aspekte", sagt Prof. Dr. Andreas Schümchen, Professor für Technikjournalismus an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und Herausgeber des Buches "Technikjournalismus".
Die IFOK GmbH sowie die F.A.Z. als Initiatoren des Forums wollen Wegbereiter für die noch junge Disziplin des Technikjournalismus sein und der Kommunikation zu technikrelevanten Themen in Deutschland insgesamt mehr Auftrieb geben. Mit diesem Ziel bietet das Forum die Veranstaltungsreihe "Technik im Dialog" an. In Workshops suchen Journalisten, Nachwuchsredakteure und PR-Profis aus Unternehmen und Verbänden mit Technik-Experten gemeinsam nach Wegen, wie Innovationen aus dem High-Tech-Bereich einem breiten Publikum näher gebracht werden können - allgemein verständlich, fachlich korrekt, kompetent und kritisch.
"Als Technikjournalist weiß ich, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Experten und Journalisten ist. Nur in einem intensiven Dialog können Journalisten die Informationen über die Technik bekommen, die sie benötigen, um die Technologie spannend und verständlich darzustellen. Und das wiederum ist wichtig, um den gesellschaftlichen Wandel in Deutschland gestalten zu können", erklärt Georg Küffner, Redakteur im Ressort "Technik und Motor" der F.A.Z. Die Workshops widmen sich jeweils einem Spezialthema aus den Bereichen Energie, Bauen und andere. Namhafte Experten sorgen anhand von Beispielen aus der Praxis für den inhaltlichen Input. Für die journalistische Methodenkompetenz sowie reichlich Fach- und Erfahrungsaustausch stehen Georg Küffner von der F.A.Z. sowie die Professoren der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg sowie der FH Würzburg-Schweinfurt.
"Mich interessiert besonders der gesellschaftliche Aspekt von Technik: Wie können wir uns in Richtung Innovationsgesellschaft bewegen? Wie wecken wir Erfindergeist und Neugierde für technische Themen bei den Menschen, vor allem bei der nachkommenden Generation? Mit dem Forum Technikjournalismus wollen wir auf diese Fragen Antworten finden", erklärt Dr. Hans-Peter Meister, Gründer und Geschäftsführer von IFOK.
"Erst wenn man öffentlich über technische Innovationen diskutiert, können diese auch gesellschaftliche Realität werden. Und da im Leben der Menschen Technik eine immer größere Rolle spielt, wird die Kommunikation darüber immer wichtiger", ergänzt Prof. Dr. Lutz Frühbrodt, Leiter des Studiengangs Fachjournalismus mit Schwerpunkt Technik der Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt.

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