Hintergrund

"Technikjournalismus" ist die journalistische Beschäftigung - also das Sammeln von Informationen, ihre Analyse und Kommentierung - mit technischen Themen (von A wie Auto bis Z wie Zahnrad)."

Dr. Andreas Schümchen, Professor für Technikjournalismus an der FH Bonn-Rhein-Sieg und Verfasser des Buches "Technikjournalismus"

Der Begriff Technikjournalismus umfasst das journalistische Schreiben über Technik, die einen konkreten Bezug zum Menschen und seinem Alltag hat. Im Technikjournalismus liegt der Fokus auf den Technologien selbst, ihren Potenzialen und Grenzen. Technikjournalisten beleuchten zugleich die wirtschaftliche sowie die gesellschaftliche - und manchmal auch die emotional aufgeladene Dimension eines Themas.

Der Technikjournalismus grenzt sich zum Wissenschaftsjournalismus im Wesentlichen durch die Nutzen- und Nutzerorientierung ab. Der Wissenschaftsjournalismus zeigt, wie neue Technologien und Produkte in den Laboren und Forschungseinheiten der Unternehmen und Institute entstehen. Hingegen erklärt der Technikjournalismus bereits existierende technische Errungenschaften.

Der Technikjournalismus steckt noch in den Kinderschuhen - aber die Chancen, dass er einmal eine große Rolle spielen wird, stehen gut: Denn die Technik entwickelt sich in allen Berufsfeldern immer stärker und schneller - Technikjournalismus ist eine Wachstumsbranche.

Doch Technikjournalismus ist aufwändig - die Recherchen sind zeitintensiv, und die Komplexität der Themen steigt stetig an. Auch deshalb haben viele Journalisten Berührungsängste bei komplexen technischen Themen. Die Kommunikations-Abteilungen in Unternehmen und Verbänden sind gefordert, die Presseinformationen - befreit vom "Ingenieurs-Deutsch" - noch zielgruppengerechter auf- und vorzubereiten.